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Die  „NEUE  SCHULE  VON  ASCONA“  versteht  sich  sowohl  als  eine  „Künstlerische  und  Geistige  Reformbewegung"  für  eine  "Neue  Kunst,  einen  "Neuen  Menschen"  in  einer  "Neuen Gesellschaft".   Ein  weiters  Ziel  der  "Neuen  Schule  von  Ascona"  ist  es,  die  "ratio-dominierte  Zeitgenössische  Kunst"  mit  ihren  philosophischen  Fragmenten  zu  überwinden  und  den  in  der  Sucht  nach  kommerziellen  Innovationen  zu  Unrecht  vernachlässig-ten  Humanistischen  Geist  der  "Klassischen  Moderne"  aufleben  zu  lassen  und  diese  "Wahre  Kunst"  weiter-  und  höher  zu  entwickeln  auf  dem  Hauptstamme  des  "Kunstevolutions-Baumes",  nicht  auf  Seitenästen  in  Sackgassen  enden  zu  lassen.   Kunst  ist  keine  Wissenschaft,  schon  gar  keine  Exakte.  Kunst,  insbesonders  "Wahre  Kunst",  ist  eine "Glaubensschaft",   spätestens  seit  Marcel  Duchamps  ein  "Pissoir"  zur  "Kunst"  erklärte.  Rationalismus  und  Akademismus  mit  ihren  „Methoden  und  Systemen“  erweisen  sich  allzuoft  als  „Scheuhklappen“   menschlicher  Erkenntnis !  Die  „Absolutheit“  im  Denken  und  Fühlen  sollte  der  "Relativität"  weichen.  Pet  L.  Rudin  arbeitet  seit  den  Achtziger  Jahren  des  letzten  Jahrhun-derts  an  einem  "Neuen  Bewusstsein",  einem   ​Relativen  Bewusstsein   oder  "Kosmorelativen  Bewusstsein"  für  eine  "Neue Kunst",   einen  "Neuen  Menschen"  und  eine  "Neue  Gesellschaft",  hin  zu  einer  neuen  Hochkultur.  „Panta  Rhei“,  (griech.,),  "alles  fliesst",  erkannten  schon  die  Alten  Grie-chen.  Ebenso  gilt.  „Alles  ist  Eins“  und  „Alles  ist  mit  Allem  verbunden“ !  "Ganzheitliche  dialogische  Betrachtungen  sind  gefordert !  "Die  Welt  ist  ein  Spiegel,  der  in  tausend  Stücke  zerbrochen  ist !",   besagt  ein  Altes  Sprichwort.  Aus  dieser  "Zerrissenheit"  der  Welt,  welche  durch  René  Des-cartes  (Teilen,  Messen,  Wägen)  eingeleitet  und  gefördert  wurde.  "Das  Ganze  ist  mehr  als  die  Summe  seiner  Teile !",  besagt  ein  anderer  Apho-rismus !  Aus  diesem  Sachverhalt  und  seinen  Schlussfolgerungen  leitet  Pet L. Rudin  in  dem  von  ihm  entdeckten  und  begründeten  "Fraktalismus"  -  dem  wohl  ersten  globalisierten  Kunstwerk  der  Kunstgeschichte,  welcher  im  Mai  2007  in  Anwesenehit  einer  Oesterreichischen  Professorin  der  Kunstgeschichte  mit  ihren  20  Diplomandinnen,  ihrem  Ehemann  sowie  einer  Enkelin  von  Giovanni  Segantini  in  der  "Ch(i)esa  Bianca"  in  Maloja  aus  der  Taufe  gehoben wurde  -  bezieht  dieser  Kunststil  seine  reflektorischen,  warnenden  Botschaften.  Das  "Mutterbild"  befindet  sich  zu  Ehren  Giuliano  Pedrettis  und  Dora  Lardellis  für  ihre  verdienstvollen  Arbeiten  im  "Kulturarchiv  Oberengadin"  in  Samedan.

Die  ZEIT,  eine  "Erfindung"  des  Menschen,  gibt  es  nur  als  "Bewegung"  und  "Ausdehnung".   Daher  gibt  es  nicht  nur  einen,  sondern  mehrere  "Zeitgeister"  (Mainstream)  und  ihren  daraus  geprägten  Trends  und  Moden.  In  einer  pluralistischen  Gesellschaft  nicht  nur  einen,  allenfalls  einen  dominierender  Zeitgeist !  Dies  hat  Auswirkungen  auf  die  Kunst,  auf  die  "Wahre  Kunst".  "Moden  und  Trends"  in  der  Kunst  sind  flüchtige  Erscheinungen  von  Zeitgeistern  und  meist  gefordert  von  innovationssüchtigen  Mammoniten.  "Wahre  Innovationen"  sind  stringente,  evident  auf  dem  Hauptstamme  des  (Kunst-)Evolutionsbaume  aufbauende  Innovationen  auf  dem  Wege  ihrer  Weiter-  und  Höherentwicklung  und  folgen  einer  "Inneren  Notwendigkeit".  Vieles  endet  als  "Schein-Innovationen"  auf  Seitenästen  in  Sackgassen.  Der  Mensch  lebt  noch  immer  mit  demselben  Gehirn   wie  vor  40'000  Jahren.  Auch  "Wahre  Kunst",   erschaffen  aus  dem  "Heiligen  Gral"  einer  "Zeitlosen  Kunst"  mit  ihren  "Ewig-gültigen  Gesetzmässigkeiten",  wird  "in  der  Zeit"  verschiedener  "Zeitgeister"  erschaffen.  Kunst  "im"  oder  "aus"  dem  Zeitgeist  geboren, ist  für  eine  visionäre  (avantgardistische)   "Neue  Kunst"   verloren !                                                                                                                                                                

Aus  den  nachfolgenen  Gründen  lehnt  der  zeit-,  technik-  und  sozialkritische  „Wahre  Künstler“  die  Verwendung  menschenverach-tender  oder  krankmachender  Technik  in  seiner  Kunst  ab !  Dazu  zählen  der  Einsatz  von  Elektro-  &  Mechatronik  sowie  Robotik   wie  die  "Virtuality"  (CyRob) !  "Die  Entmenschlichung  des  Menschen  durch  den  Menschen"  nennt  dies  Pet  L.  Rudin.  Menschen  sînd  das  Mass  aller  Dinge  und  aller  Lebewesen.  Menschen  zu  ersetzen,  aus  welchen  Gründen  auch  immer,  ist  zutiefst  inhu- man.  Die  Wirtschaft  und  die  Technik  sind  für  die  Menschen  da,  nicht  umgekehrt !  Es  war  die  "Maschine",  welche  seinerzeit  die  menschliche  und  tierische  Muskelkraft  ersetzte,  die  damals  noch  zu  Unrecht  als  "Ungeheuer"  und  als  "teuflisch"  verschrieen  wurde.  Beim  Winzling  "Chip",  der  es  auf  das  "Gehirn"  des  Menschen  abgesehen  hat,  wird  dies  anders  ausfallen.  Bestrahlte  und  verstrahlte  Menschen  mit  durch  "Virtuelle  Welten"  veränderten  Gehirnen  dienen  nicht  dem  HUMANISMUS,  sondern  seelen- losen  Akademismus,  Rationalismus,  Utilitarismus,  Pragmatismus,  Materialismus,  Mammonismus,  Existenzialismus,  Nihilismus  und  Hedonismus  und  seinen  Zielen.  Solange  Menschen  in  minutiös  konstruierte,  mammonitische  Strukturen  und  Gesellschafts-systeme  gezwungen  werden,  bleibt  die  Anarchie,  also  die  Befreiung  des  Menschen  zu  einem  wirklichen  ich-  oder  selbstbe-stimmten,  selbstbewussten,  selbstverantwortlichen  Leben  weiterhin  eine  Utopie !  Es  finden  kaum  technikkritische  Grundsatz-Diskussionen  schon  vor  Einführung  einer  Technik  statt.  Umso  wichtiger  ist  es,  dass  keine  der  humanfeindlichen   chipgesteu- erten  Techniken,  welche  geeignet  sind,  die  Freiheit,  die  Liebe  und  die  Humanität  zu  gefährden,  darf  je  Verwendung  finden  in  der  humanistischen  „Wahren  Kunst“,  wie  sie  in  der  "Neuen  Schule  von  Ascona"  gelehrt  und  verfochten  wird.  Die  von  der  Hand  und  den  Fingern  eines  jeden  auf  der  Leinwand  geführten  Striches  müssen  die  Wirkung  der  zartesten  Regungen  der  Seele  eines  eines  Künstlers  wie  einen  "Seismographen"  seiner  unersetzbaren  künsterlischen  Seele  erkennen  lassen.  Was  zählt,  sind  die  menschlichen,  geistig-seelischen  und  menschlichen  Qualitäten,  nicht  die  rationale,  kalte,  seelenlose  Technik,  welche  die  Distanz  zwischen   "Künstlerseele"  und  "Kunstwerk"  ins  Unendliche  vergrössert !  Dem  „Zauberlehrling“  (J.W.v. Goethe)  wird  in  der  "Neuen  Schule  von  Ascona"   also  ebensowenig  gehuldigt  wie  dem  Götzen  der  „Mammoniten" !                                                
Dies  erkennen  verantwortungsvolle  Menschen,  Kunstliebhaber  und  „Wahre  Künstler“.                     

Pet  L. Rudin,  Monte-Verità,  Ascona

Copyright  by  "Pro  Litteris",  2000,  Zürich